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Absinth
(Grüne Fee, Grüne Hölle)

Substanz
Absinth ist ein wermuthaltiges, alkoholisches Getränk (häufig von grüner Farbe) mit einem Alkoholgehalt von 50 bis 80 Prozent. Hauptwirkstoffe sind Ethanol und Wermutöl, welches die Nervengifte Thujon und Phellandren enthält. Aufgrund der im Wermutöl enthaltenen hohen Menge an Bitterstoffen (vor allem Absinthin) zählt Absinth zu den Bitterspirituosen und wird deswegen fast immer mit Zucker vermischt und verdünnt konsumiert. Beim Verdünnen wird die Flüssigkeit aufgrund der schlechten Wasserlöslichkeit des Wermutöls milchig (Louche-Effekt). Wie andere alkoholische Getränke gehört Absinth als Genussmittel gesetzlich zu den Lebensmitteln.

Wirkung
Die Aufnahme von Alkohol und Thujon erfolgt über den Magen in den Blutkreislauf und dauert ca 30-60 Minuten. Kennzeichen des Alkoholrausches sind Gleichgewichtsstörungen, Enthemmung, nachlassendes Reaktionsvermögen sowie motorischer Kontrollverlust. Dies kann im schweren Rausch (ab 2,5 Promille) bis hin zu Bewusstlosigkeit , Lähmungserscheinungen und Tod führen.

Thujon hat chemische Strukturähnlichkeit zum Cannabis-Wirkstoff THC. Dadurch können auditive und visuelle Halluzinationen auftreten, jedoch nur bei sehr hohen Dosen an Thujon, also bei einer massiven Vergiftung.

Alkohol und Thujon können gegenseitig Wirkungen abschwächen oder sogar aufheben, wodurch ein zur normalen Alkohol-Intoxikation unterschiedlicher Rauschzustand erreicht werden kann. Außerdem gilt: je höher der Alkoholgehalt, desto geringer die vom Körper aufgenommene Menge an Thujon.

Gefahren
Alkohol ist ein Zellgift und anhaltender Missbrauch schädigt das Nervensystem und die inneren Organe. Durch die irreparable Zerstörung von Gehirnzellen sinkt die geistige Leistungsfähigkeit. Besonders schwerwiegende Folgen hat Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, besonders für das ungeborene Kind. Es besteht die Gefahr einer sich langsam entwickelnden psychischen und physischen Abhängigkeit.

Thujon ist ein Nervengift und kann zu motorischen Störungen, Schädigung des Sehnervs und Demenz führen. Es wirkt krampferregend und kann bei anhaltendem Konsum Epilepsie-ähnliche Anfälle auslösen. Thujon wirkt kumulativ, d.h. es wird über längere Zeit im Körper gespeichert. Somit ist häufiger Konsum genau so gefährlich wie übermäßiger.

Wermutöl wirkt abortativ, vom Konsum in der Schwangerschaft ist also abzuraten, da sich die Gefahr einer Frühgeburt rapide erhöht.

Safer use
Niemals unverdünnt und nur in geringen Mengen konsumieren. Kein Mischkonsum mit anderen Drogen, da dieser unvorhersehbare potenzierende Wirkungen haben kann. Absinth sollte nur von namhaften Herstellern erworben und keinesfalls selber hergestellt werden. Aufgrund der kumulativen Wirkung von Thujon ist von täglichem oder gar öfterem Gebrauch dringen abzuraten. Wie bei anderen alkoholischen Getränken gilt: keine Teilnahme am Straßenverkehr! Menschen mit Magenerkrankungen sollten aufgrund der hohen Bitterstoff-Konzentration vom Absinthkonsum absehen.

Wir wollen niemanden zum Konsum dieser Substanz animieren, sondern lediglich über mögliche Wirkungen und Gefahren informieren. Der Autor übernimmt daher keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen, die sich aus dem Gebrauch der beschriebenen Substanz ergeben. Absinth  ist als Spirituose frei verkäuflich und fällt nicht unter das Btm-Gesetz.

 

 

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