|
Neue Rauchstopp-Studie
Nikotinpflaster sind komplett
nutzlos
Sofortiger Entzug?
Oder lieber sanft per Pflaster oder Kaugummi? Viele Studien empfehlen
Hilfsmittel, um vom Rauchen loszukommen. Doch eine neue Untersuchung aus den
USA spricht der Nikotinersatztherapie jeden Nutzen
ab. Sie macht es vielen sogar schwerer, mit dem Qualmen aufzuhören.
Spiegel Online, 10.01.2012
Von
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Du musst Javascript aktivieren, damit du es sehen kannst
Hamburg - So mancher Raucher, der pünktlich zu Neujahr der Sucht abgeschworen hat, wird vermutlich schon wieder zu Zigaretten greifen. Den wenigsten gelingt es auf Anhieb, mit dem Rauchen aufzuhören. Verschiedene nikotinhaltige Ersatzprodukte sollen Entzugserscheinungen lindern und damit den Übergang vom Raucher zum Nichtraucher erleichtern. Die Substanz kann sich dabei in Kaugummis, Pflastern, Inhalations- oder Nasenspray befinden. In Deutschland werden die Nikotinersatzprodukte in Apotheken vertrieben. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten jedoch nicht, auch wenn die Produkte von Ärzten empfohlen werden.
Viele Studien bescheinigen, dass die Nikotinersatztherapie sinnvoll ist. Auch eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration, in der Studien mit mehr als 40.000 Teilnehmern analysiert wurden, kam 2008 zum Schluss: Durch die Therapie steigen die Chancen, für mindestens sechs Monate mit dem Rauchen aufzuhören, um 50 bis 70 Prozent. Das bedeutet laut der Studie allerdings nur: Etwa drei bis fünf Prozent der Raucher, die einfach so aufhören, sind noch sechs bis zwölf Monate später abstinent. Die Nikotinersatztherapie hilft demnach weiteren zwei bis drei Prozent, zum Ex-Raucher zu werden.
Eine jetzt im Fachmagazin "Tobacco Control" veröffentlichte Studie kommt jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis. Demnach helfen die Produkte überhaupt nicht.
Weiterlesen auf spiegel.de
|