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Verbotene Wachmacher: Aufputschmittel dominieren die Drogenszene.
Vermehrt tauchen unbekannte Substanzen auf
Die Leistung steigern – das klingt
nach Arbeit und nicht nach Vergnügen. Viele Jugendliche helfen beim Wachbleiben
mit mehr als Kaffee nach: „Amphetamine, also Aufputschmittel, sind in letzter
Zeit präsenter“, sagt Rüdiger Schmolke. Er ist der Leiter der Potsdamer Suchtberatungsstelle
„Chill Out“. Der Konsum der bekannten Partydroge Ecstasy habe dagegen
abgenommen.
PNN, 22.12.2011
von Marco Zschieck
Ein Trend, der anhält: Schon im
Jahr 2009 hatte eine Umfrage des Landesgesundheitsamts unter Potsdamer
Jugendlichen ergeben, dass 95 Prozent von ihnen noch nie die Partydroge-Ecstasy
probiert hatten. Vier Jahre zuvor waren es 93 Prozent gewesen. Zudem sei auch
der Prozentsatz jener Jugendlichen gesunken, die wöchentlich eine Ecstasy-Pille
nehmen: Von 0,7 auf 0,1 Prozentpunkte. Neuere Zahlen dazu gibt es nicht.
Neben dem Trend zu
Aufputschmitteln ohne psychedelische Wirkung beobachtet der Drogenberater auch,
dass die Konsumenten verschiedene Drogen nehmen. Daneben tauchen neue Arten von
Drogen auf. Ein Beispiel sei das sogenannte GBL, dass eigentlich ein Medikament
gegen die Schlafkrankheit Narkolepsie sei. Es sei leicht zu bekommen, weil es
auch als Farbreiniger gehandelt wird. GBL kann jedoch gefährlich werden, weil
es in Zusammenhang mit Alkohol zu Atemstillstand führen könne, so Schmolke.
Außerdem sei zu beobachten, dass in immer schnellerer Folge neue Substanzen auf
den Markt kommen, deren Eigenschaften und Zusammensetzung oft nicht bekannt
sei. Viele davon fallen nicht mal unter das Betäubungsmittelgesetz. Allerdings
schränkt Schmolke ein, dass aus seiner Beratungsarbeit nur begrenzt Schlüsse
auf den allgemeinen Drogenkonsum gezogen werden können. Nur wer selbst erkannt
habe, dass der eigene Drogenkonsum zum Problem wird, komme schließlich in die
Beratung.
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