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Tack: Kampf
gegen Missbrauch von Suchtmitteln braucht Engagement aller
Potsdam - Anlässlich des Internationalen
Anti-Drogen-Tages am 26. Juni fordert Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita
Tack dazu auf, den Kampf gegen Suchtmittelmissbrauch weiter zu verstärken.
Pressemitteilung des MUGV Brandenburg
vom 24.06.2011
Im Original
lesen auf mugv.brandenburg.de
"Besonders Kinder und
Jugendliche sind gefährdet. Sie sind neugierig, testen und probieren aus und
sie unterschätzen oder ignorieren die Gefahren, die vom Drogenkonsum ausgehen“,
so Tack. „Hier brauchen wir das Engagement aller." Vor allem Eltern und
Lehrer seien gefordert, um vor den sogenannten "Einstiegsdrogen"
Alkohol und Zigaretten zu warnen.
Tack verwies darauf, dass die Drogen Nummer 1 nach wie
vor Tabak und Alkohol sind. Auch bei Jugendlichen in Brandenburg sind sie die
am weitesten verbreiteten Suchtmittel. Erfreulich sei – so zeigten die
Ergebnisse der letzten Befragung von Schülerinnen und Schülern im Schuljahr
2008/2009, dass der Alkohol- und Tabakkonsum unter Schülerinnen und Schülern im
Vergleich zur ersten Befragung (2004/2005) zurückgegangen sei. So verringerte
sich zum Beispiel der regelmäßige Alkoholkonsum bei den Jungen um 15 Prozent
und bei den Mädchen sogar um 27 Prozent.
"Was uns aber große Sorgen bereitet, ist das bei
Jugendlichen sehr verbreitete besonders riskante Rauschtrinken, das nicht
selten in der Notaufnahme im Krankenhaus endet", sagte Tack. So gaben 14
Prozent der Jungen und 6 Prozent der Mädchen in der aktuellen Befragung von
2008/2009 an, dass sie mehr als einmal in der Woche betrunken waren. Etwa 56
Prozent der Jugendlichen trinken einmal im Monat mehr als 5 Getränke. Da hier
das Gruppenverhalten eine große Rolle spiele, appelliere die Ministerin vor
allem an die Freundinnen und Freunde, ihren positiven Einfluss geltend zu
machen.
"Wichtig bleibt", so Tack, "Betroffenen
frühzeitig bedarfsgerechte Hilfen anzubieten." Brandenburg verfüge über
ein gut ausgebautes Suchthilfesystem mit 28 ambulanten Beratungs- und
Behandlungsstellen für Suchtkranke (BBS) und zirka 560 stationären Plätze für
Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen. Das Land unterstützt die Arbeit der BBS
mit jährlich ca. 750.000 EURO. Außerdem gibt es im Bereich der Suchtprävention
die Zentralstelle für Suchtprävention an der Brandenburgischen Landesstelle für
Suchtfragen e.V. und 5 überregionale Suchtpräventionsfachstellen in
Wittenberge, Lindow, Strausberg, Potsdam und Lübben. Ein wichtiger Bestandteil
des Netzes der Suchthilfe im Land sind auch die über 220
Sucht-Selbsthilfegruppen.
Das Gesundheitsministerium engagiert sich seit Jahren
in der Suchtpräventionsarbeit. Es fördert jährlich mit insgesamt ca. 445.000
EURO Projekte und Aktivitäten im Bereich der landesweiten Suchthilfe und
Suchtprävention. Darüber hinaus unterstützt das Gesundheitsministerium mit ca.
495.000 EURO Projekte im Rahmen der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages
der Länder und des Brandenburgischen Glücksspielgesetzes.
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