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SPIEGEL-Recherchen: Philip Morris profitiert von
Kinderarbeit in Kasachstan
Der weltweit größte Zigarettenhersteller Philip Morris kauft in
Kasachstan Tabak von Zulieferern, die Kinder und Wanderarbeiter ausbeuten. Der
SPIEGEL fand bei Recherchen vor Ort verheerende Verhältnisse vor.
Spiegel Online, 18.07.2010
Hamburg - Im
Gebiet des Dorfes Malybai östlich von Almaty ist der US-Konzern Philipp Morris
- zu dem unter anderem die Marke Marlboro gehört - der einzige Tabakaufkäufer.
Dort fand der SPIEGEL in der vergangenen Woche die Familie von Samidin
Ismadjarow, die auf einer Tabakplantage arbeitet. Mitarbeiten müssen auch die
drei minderjährigen Kinder, der 10-jährige Sohn Kubanysch und die Töchter
Tachmina, 13, und Begemai, 15. Das verstößt gegen die Kinderrechtskonvention
der Vereinten Nationen und gegen kasachische Gesetze.
Trotz der
Belastung durch Pestizide und Dünger trug die aus Kirgisien übergesiedelte
Familie zudem keine Schutzkleidung. Dabei ist die Arbeit gesundheitsgefährdend.
Die "Grüne Tabakkrankheit" ruft Hautreizungen und Übelkeit hervor. An
feuchten Tagen nehmen Kinder und Erwachsene die Nikotinmenge von rund 36
Zigaretten auf.
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Spiegel Online
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