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Abgeordnete sind gegen
Alkoholverbot
Bald
Streetworker am Bahnhof
POTSDAM /
MITTE - Rund um den Hauptbahnhof gibt es ein Alkoholproblem. Der
Ordnungssausschuss der Stadt beschäftigte sich am Donnerstagabend mit den
Klagen über den Alkoholmissbrauch am Bahnhofsvorplatz sowie am hinteren
Ausgang. Den Antrag, dass Oberbürgermeister Jakobs auf dem Gelände ein
entsprechendes Verbot verhängen soll, stellten die Abgeordneten am Ende der
Diskussion jedoch zurück.
MAZ,
19.06.2010
„Ich bin
gegen ein solches Verbot“, sagte Klaus-Uwe Gunhold (Linke) am
Donnerstag: „Wir
erreichen damit nur eine Verdrängung.“ Er befürchtet, dass sich das
Problem
durch so ein Verbot auf die Freundschaftsinsel verlagern könnte. Auch
die
FDP-Fraktion steht dem Antrag offenbar kritisch gegenüber. „Es sollte
nicht
unser Signal sein, dass die Politik gleich ein Alkoholverbot vorzieht“,
so
Björn Teuteberg. Zunächst müssten andere Maßnahmen ergriffen werden. Der
Meinung war auch Ralf Jäkel (Linke): „Wir sollten zunächst präventive
Maßnahmen
durchführen.“
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MAZ
Online
Trinkerszene: SPD will Alkohol
am
Potsdamer Bahnhof verbieten
Morgenpost,
16. Juni 2010
Von
Friedrich v.d. Hagen
Der
Bahnhof als Tor zur Stadt ist derzeit keine gute Visitenkarte für
Potsdam. Für
Unmut sorgt vor allem die jugendliche Trinkerszene auf dem Vorplatz.
Jetzt
fordern die Sozialdemokraten ein Alkoholverbot und die CDU zieht mit.
Der
Potsdamer Hauptbahnhof am Abend: Berufspendler kehren nach Hause zurück
oder
verlassen die Stadt. Touristen kommen an, voller Erwartung auf die
Schönheit
der Parks und Schlösser. Doch viele sind schockiert vom ersten Einruck
rund um
die Bahnstation der Landeshauptstadt: betrunkene Jugendliche am Abend
oder die
Reste ihrer Alkoholgelage am Morgen. Potsdamer Bürger beschweren sich
über Müll
und kaputte Bierflaschen. Zudem berichten manche, von den dort
lungernden
Jugendlichen angepöbelt worden zu sein. Der Antritt oder das Ende der
Reise
gerät so zum Spießrutenlauf.
Wegen der
Situation am Hauptbahnhof ist eine Diskussion um ein Alkoholverbot
entbrannt.
Der Bahnhof als Tor zur Stadt sei derzeit keine gute Visitenkarte für
Potsdam,
meint Mike Schubert, Fraktionsvorsitzender der SPD im Potsdamer
Stadtparlament.
„Der Zustand muss sich ändern.“ Es seien vor allem Jugendliche, die sich
in
Gruppen vor den Bahnhofseingängen betrinken. Dort werde „kistenweise“
Bier
getrunken, so CDU-Fraktionschef Michael Schröder. Die beiden Fraktionen
möchten
ein Alkoholverbot im Bahnhofsumfeld prüfen lassen und haben gemeinsam
einen
Antrag ins Stadtparlament eingebracht.
Bereits
2008 wurde in Potsdam über ein solches Alkoholverbot rund um den
Hauptbahnhof
diskutiert. Damals hatte auch die Nachbarstadt Werder/Havel dem massiven
Alkoholmissbrauch auf öffentlichen Plätzen mit einem Verbot den Kampf
angesagt.
Die Potsdamer Stadtpolitiker von SPD und CDU waren damals noch der
Meinung,
dass Problem könne durch Streetworker gelöst werden. „Da hat sich aber
nichts
getan“, sagen Schubert und Schröder jetzt übereinstimmend.
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Morgenpost
Online
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