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Zur Frage, wie wir Kinder und Jugendliche
besser vor Drogenmissbrauch schützen können, werden zuletzt immer wieder
Vorschläge gemacht – teilweise auch unwirksame und unsinnige, wie ein Alkoholverbot
an bestimmten öffentlichen Plätzen. Wir empfehlen diesen Artikel: Ein Leser des
Tagesspiegel fragt, Professor Michael
Klein, einer der renommiertesten deutschen Suchtforscher, antwortet.
Können wir Minderjährige
besser vor
Alkoholmissbrauch schützen?
Zur
Debatte über den Alkoholkonsum von Minderjährigen
Tagesspiegel,
29.05.2010
Minderjährige
Jugendliche können immer noch
trotz Jugendschutzgesetz problemlos Alkohol bekommen. Entweder kaufen
Sie das
Zeug in kleineren Läden selbst oder sie schicken einen Älteren vor, der
den
Alkohol legal kaufen kann. Immer wieder erlebe ich in Supermärkten -
immerhin
wird dort mittlerweile der Ausweis kontrolliert, wenn junge Leute
Aljkohol
kaufen wollen-, dass Gruppen von Jugendlichen, die offensichtlich noch
keine 16
Jahre alt sind, sich in der Spirituosenabteilung bedienen, einen älteren
dabeihaben, der dann an der Kasse den Gesamteinkauf bezahlt. Die ersten
Flaschen werden dann meist noch vor dem Supermarkt geöffnet. Das muss
endlich
ein Ende haben.
Viele Deutsche
reagieren auf Verbote nur,
wenn diese auch durchgesetzt werden. Das sieht man täglich auf den
Straßen bei
den Rasern, die Tempolimits nicht akzeptieren, Steuerhinterziehung ist
ein
Volkssport, in Berlin sieht amn auf den Gehwegen überall Hundehaufen,
obwohl
diese von den Hundebesitzern beseitigt werden müssten, und so weiter und
so
fort. Da ist es nicht verwunderlich, wenn volljährige Jugendliche für
die
Jüngeren den Alkohol besorgen. Sie ordnen das als Kavaliersdelikt ein,
wenn sie
sich überhaupt der Strafbarkeit ihrer Handlung bewusst sind. Ich meine,
man
müsste gegen die, die Jugendlichen den Zugang zu Alkohol ermöglichen,
viel
konsequenter vorgehen – und die Strafen deutlich erhöhen.
Gerhard Kühne,
Berlin-Spandau
Die
Antwort
von Prof. Klein lesen auf Tagesspiegel Online
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