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Über uns arrow News arrow Juni 2010 - Können wir Minderjährige besser vor Alkoholmissbrauch schützen?
Juni 2010 - Können wir Minderjährige besser vor Alkoholmissbrauch schützen? Drucken E-Mail

Zur Frage, wie wir Kinder und Jugendliche besser vor Drogenmissbrauch schützen können, werden zuletzt immer wieder Vorschläge gemacht – teilweise auch unwirksame und unsinnige, wie ein Alkoholverbot an bestimmten öffentlichen Plätzen. Wir empfehlen diesen Artikel: Ein Leser des Tagesspiegel fragt, Professor Michael Klein, einer der renommiertesten deutschen Suchtforscher, antwortet.


Können wir Minderjährige besser vor Alkoholmissbrauch schützen?
Zur Debatte über den Alkoholkonsum von Minderjährigen

Tagesspiegel, 29.05.2010

 

Minderjährige Jugendliche können immer noch trotz Jugendschutzgesetz problemlos Alkohol bekommen. Entweder kaufen Sie das Zeug in kleineren Läden selbst oder sie schicken einen Älteren vor, der den Alkohol legal kaufen kann. Immer wieder erlebe ich in Supermärkten - immerhin wird dort mittlerweile der Ausweis kontrolliert, wenn junge Leute Aljkohol kaufen wollen-, dass Gruppen von Jugendlichen, die offensichtlich noch keine 16 Jahre alt sind, sich in der Spirituosenabteilung bedienen, einen älteren dabeihaben, der dann an der Kasse den Gesamteinkauf bezahlt. Die ersten Flaschen werden dann meist noch vor dem Supermarkt geöffnet. Das muss endlich ein Ende haben.

Viele Deutsche reagieren auf Verbote nur, wenn diese auch durchgesetzt werden. Das sieht man täglich auf den Straßen bei den Rasern, die Tempolimits nicht akzeptieren, Steuerhinterziehung ist ein Volkssport, in Berlin sieht amn auf den Gehwegen überall Hundehaufen, obwohl diese von den Hundebesitzern beseitigt werden müssten, und so weiter und so fort. Da ist es nicht verwunderlich, wenn volljährige Jugendliche für die Jüngeren den Alkohol besorgen. Sie ordnen das als Kavaliersdelikt ein, wenn sie sich überhaupt der Strafbarkeit ihrer Handlung bewusst sind. Ich meine, man müsste gegen die, die Jugendlichen den Zugang zu Alkohol ermöglichen, viel konsequenter vorgehen – und die Strafen deutlich erhöhen.

Gerhard Kühne, Berlin-Spandau

 

Die Antwort von Prof. Klein lesen auf Tagesspiegel Online

 

 

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