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Potsdam: Vorstoß für Alkoholverbot am Bahnhof |
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Neuer Antrag von SPD und CDU für
Stadtverordnetenversammlung: Debatte um Vorschlag beginnt
PNN, 29.05.10
Von Henri Kramer und Matthias Matern
Potsdam steht vor einer erneuten Debatte um ein
Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Die Fraktionen von SPD und CDU haben für
die kommende Stadtverordnetenversammlung einen Antrag eingebracht, ein solches
Trinkverbot im Umfeld des Potsdamer Hauptbahnhofs zu prüfen. Die
Beschlussvorlage soll am nächsten Mittwoch beraten werden.
Die Antragsteller begründen ihren
Vorstoß mit
alltäglichen „Klagen“ über Alkoholmissbrauch auf den beiden
Bahnhofsvorplätzen
an der Friedrich-Engels- und an der Babelsberger Straße. Bis Anfang
September
soll die Stadtverwaltung über das Verbot entscheiden. Insbesondere
berufen sich
SPD und CDU auf den brandenburgischen Städte- und Gemeindebund, der
unlängst
ein positives Fazit solcher Regelungen gezogen habe.
In der Tat hält man bei dem
kommunalen
Spitzenverband der Städte und Gemeinden solche Alkoholverbote für
effektiv und
beruft sich dabei auf das Ergebnis einer Umfrage. Diese ist allerdings
schon
rund anderthalb Jahre alt. Mehr als 30 Kommunen hätten damals angegeben,
an
ausgewählten Orten entsprechende Auflagen eingeführt zu haben, darunter
Werder,
Cottbus und Premnitz im Havelland, sagt Städtebund-Geschäftsführer Karl-
Ludwig
Böttcher gestern den PNN. „Die geschilderten Erfahrungen waren durchweg
positiv“, sagte der Verbandschef. An „neuralgischen Plätzen“ hätten die
Verbote
durchaus zu einer „Beruhigung“ geführt. „Es geht aber weniger darum, mit
Bußgeldern zu hantieren, als vielmehr ein Zeichen zu setzen, dass die
Stadt
bestimmte Verhältnisse nicht wünsche“, sagte Böttcher. So würden etwa
Glassplitter von zerbrochenen Bierflaschen auch ein Gefährdungspotenzial
für
kleine Kinder darstellen. Gänzlich aus der Welt schaffen lassen sich
solche
Probleme durch die Verbote aber nicht, räumte der Geschäftsführer ein.
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