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Suchtprävention schon in Kitas Drucken E-Mail
Medien+eigeneNews/Fachstelle

MAZ / 08.06.2006

Suchtprävention schon in Kitas

Chill Out bietet Workshops für Erwachsene und Projekttage mit Kindern

Potsdams Kitas, Horte und Grundschulen sollen ein neuer Schwerpunkt der Suchtpräventionsarbeit von Chill Out, Fachstelle für Suchtprävention, werden. Das sagte Frank Prinz-Schubert von Chill Out gestern bei der Präsentation des neuen Projektes. In der Vergangenheit habe sich die Präventionsarbeit aufgrund von fehlenden Kapazitäten beim Verein aber auch mangels Ansprache durch andere Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vor allem auf Gesamtschulen und Gymnasien konzentriert. Nun will Chill out die Suchtprävention bei Kindern "offensiv angehen", so Prinz-Schubert.

Franziska Micke, Sozialpädagogin bei Chill Out, sagte, es handle sich bei diesem Projekt nicht um Suchtprävention im Sinne von Drogenbekämpfung sondern um Gesundheitsvorsorgemaßnahmen. Problembereiche, die angesprochen werden, sind das Essverhalten und der Umgang mit Werbung, Fernsehen, aber auch Medikamenten, Alkohol und Nikotin in Familien. "Familie ist der wichtigste Ort, wo Gesundheitsfürsorge anfängt", sagte Micke.

Die Mitarbeiter von Chill Out haben für Eltern, Angehörige und Pädagogen Workshops zum Thema Suchtprävention entworfen. Zudem werden für Kinder in Kitas und Horten drei Projektbausteine zu den Themen Fremdwahrnehmung und Kreativität angeboten, die jeweils fünf Tage umfassen, sowie die Betreuung von zwei dreimonatigen Projekten, eines zum spielzeugfreien Kindergarten und eines zur gezielten Vorbereitung von Vorschülern auf die Welt außerhalb der Kita. Für Grundschulen bietet Chill Out Projektwochen zur Selbstwahrnehmung, zum selbst bestimmten Handeln, Konfliktmanagement und "Umgang mit suchtauslösenden Mitteln".

Finanziert wird das Projekt aus den Mitteln, die von der Stiftung Großes Waisenhaus für innovative Jugendarbeit in Potsdam zur Verfügung gestellt wurden. Die Teilnahme ist kostenlos. S.H.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20 Juni 2006 )
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Spielzeug weg Drucken E-Mail
Medien+eigeneNews/Fachstelle

PNN / 08.06.06

Spielzeug weg

Chill out startet erste Suchtpräventionsprogramme an Potsdamer Kindergärten und Grundschulen

Babelsberg- Ein Kindergarten ohne Spielzeug – in Potsdam demnächst wohl nichts Ungewöhnliches. Denn die Suchtberatungsstelle Chill out startet ihr Programm zur Suchtprävention in Kindertagesstätten. Das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“ gehört dazu. Zum ersten Mal sollen in Potsdam Kita-Projekte späterem Suchtverhalten vorbeugen.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20 Juni 2006 )
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Gesund mit allen Sinnen Drucken E-Mail
Medien+eigeneNews/Fachstelle

PNN, 04.05.06

Gesund mit allen Sinnen

Den Aktionstag im Treffpunkt Freizeit besuchten rund 320 Schüler

Von Jana Haase

Der Blick in den Spiegel ist ein Schock: Zahnfleisch und Zähne sind von der kleinen Tablette dunkellila verfärbt. Vivien und Sarah ist das etwas peinlich. Denn die Farbe zeigt den Zahnbelag an. Mit vorgehaltener Hand verdrücken sie sich auf die Toilette, zum Zähneputzen. Ein paar Minuten später kommen sie strahlend zurück: alles wieder weiß. „Aber ich musste mehr putzen als normal!“, sagt Vivien.

Die beiden zwölfjährigen Zeppelingrundschülerinnen waren gestern mit ihrer Klasse auf dem Potsdamer Schüler-Gesundheitstag im Malteser Treffpunkt Freizeit am Neuen Garten. Unter dem Motto „Gesund mit allen Sinnen“ veranstaltete die Stadt zusammen mit dem Treffpunkt den Gesundheitstag, der seit 1990 jährlich stattfindet. Mit Workshops und Informationsständen zum Probieren stellten 20 Einrichtungen, Vereine und Institutionen ihre Arbeit in der Gesundheitsfürsorge vor. Ein Höhepunkt war das Musical „Pappe satt“ zum Thema Übergewicht, das die Comic on! Theaterproduktion aus Köln aufführte. Und am Stand der Hanseatischen Krankenkasse standen die Teilnehmer Schlange: Dort gab es Anstecker mit dem eigenen Konterfei. Andrang auch am Fahrradsimulator der Verkehrswacht. Schließlich erhielten die Schüler für jede Aktivität einen Stempel auf ihre Laufzettel. Und so erzwangen die Kinder und Jugendlichen die Kletterwand, schossen Bälle auf die Torwand, errieten Düfte oder fuhren durch den Radparcours.

Sarah erzählt beeindruckt vom Workshop über Essstörungen: „Da haben wir Entspannungsübungen gemacht. Wir sollten uns mit geschlossenen Augen den eigenen Körper vorstellen.“ Den hätten sie anschließend gemalt. Denn: „Ein positives Selbstbild verringert die Gefahr der Suchtentstehung“, erklärt Frank Prinz-Schubert von der Fachstelle für Suchtprävention Chill out, die den Workshop angeboten hat. Mit dem wollen sie auch die Grundschüler erreichen. Es sei nämlich ein Fehler, mit der Prävention erst zu beginnen, wenn die Jugendlichen bereits eine Sucht entwickelt haben, so Prinz-Schubert.

Rund 320 Schüler aus den Klassen eins bis acht haben dieses Jahr am Gesundheitstag teilgenommen. „Es könnten aber gerne noch mehr sein“, so Birgit Röske vom Schulamt. Das vielfältige Angebot bekomme man so gebündelt nicht in eine Schule. Das ist auch die Erfahrung von Ute Sadrinna. Die Chemie-Bio-Lehrerin ist mit ihrer siebenten Klasse extra aus Beelitz nach Potsdam gekommen. An ihrer Schule gibt es momentan die Projekttage „Gesundheit“. Aber Angebote wie im Treffpunkt Freizeit gestern? „Da herrscht bei uns in Beelitz tote Hose“, sagt die Lehrerin, die mit ihren Schülern einen Workshop zum Thema Alkohol besucht hat. Es sei auch gut, „was anderes zu sehen, mal rauszukommen“.

Bei den Schülern fand der Gesundheitstag offenbar großen Anklang: „Cool“, fand die zehnjährige Annabell von der Max-Dortu-Grundschule die Veranstaltung. Ihre Klassenkameradin Vian mochte, wie auch der achtjährige Maurice von der Regenbogengrundschule in Fahrland, besonders das Musical. Und auch Sarah findet: „So was sollte man öfter machen.“ Zum Schluss ging es mit dem voll gestempeltem Laufzettel an’s Büfett. Dort konnten die Stempelpunkte eingetauscht werden: Quarkschnittchen und Obstsäfte waren die Prämie für so viel Interesse an der Gesundheit.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30 Mai 2006 )
 
Rauchen beginnt im Kindergarten Drucken E-Mail
Medien+eigeneNews/Fachstelle

PNN, 12.05.06

Rauchen beginnt im Kindergarten

Erstes Langzeit-Präventionsprojekt an Grundschule am Pappelhain / Zu wenig ambulante Beratungsstellen

Die Stadt Potsdam will sich bei der Suchtprävention künftig mehr auf Kinder im Kita- und Grundschulalter konzentrieren. Denn bereits in diesem Alter würden Verhaltensweisen geprägt, die später zu Suchtkrankheiten führen können, erklärte Gesundheitsbeigeordnete Elona Müller gestern auf einer Pressekonferenz zur Lage der Präventions- und Suchtkrankenarbeit der Landeshauptstadt.

Aus diesem Grund werde das Präventionsprojekt „Sterntaler“ an der Grundschule am Pappelhain auf drei Jahre verlängert. Damit versuche die Stadt einen neuen Ansatz so Müller. Zum ersten Mal werde eine Klasse kontinuierlich über drei Jahre von Experten begleiten. Bisher habe die Präventionsarbeit eher punktuell in kürzeren Projekten statt gefunden. Diese „Projektitis“ sei jedoch gescheitert, findet Sterntaler-Leiter Achim Wannicke. Denn es sei wichtig „an die Schulen zu gehen“, um zu sehen, wo die Probleme – wie Gewalt oder falsche Ernährung – liegen, so Wannicke. Nur so könne man gezielt helfen. Bereits seit vergangenem Jahr läuft sein Projekt an der Schule am Stern. Schüler, Eltern und Lehrer sollen gleichermaßen einbezogen werden, so Wannicke. Frank Prinz-Schubert von der Potsdamer Suchtpräventionsfachstelle Chill Out sieht das genauso. Lehrer und Eltern müssten „vorleben, was sie den Kindern predigen“, so Prinz-Schubert. Wer selbst raucht, könne schließlich nicht glaubwürdig vermitteln, das nicht rauchen cool sei.

Doch Eltern und Lehrer bei der Suchtvorbeugung mitzuziehen, sei genau das Problem. Das habe das generelle Rauchverbot, das seit diesem Schuljahr gilt, gezeigt. In Potsdam hätten laut Prinz-Schubert Lehrer und selbst Direktoren trotzdem geraucht. Allein Verbote könnten nicht helfen, glaubt der Chill Out-Chef. Die Fachstelle will im Juni mit der Präventionsarbeit an den rund 150 Potsdamer Kindertagesstätten beginnen (PNN berichteten). Ein Konzept sei bereits fertig. Zur Zeit stelle eine Kollegin die Kontakte zu Arbeitskreisen, Krankenhäusern und anderen Experten her, so dass bis dahin ein Netzwerk für die Betreuung der Kitas zur Verfügung stehe.

Sich vernetzen wollen künftig auch die Suchtkranken-Selbsthilfegruppen der Landeshauptstadt, erklärte Gudrun Hillmann von einer Selbsthilfegruppe der AWO. Zum einen wolle man Kontakt zu Fachleuten wie Ärzten aufbauen. Zum anderen haben die Potsdamer Gruppen auf der Suchtkonferenz im März 2006 vereinbart, noch in diesem Jahr eine Broschüre zu erarbeiten, in der alle Gruppen mit Adressen und Telefonnummern aufgelistet sind. Denn es sei wichtig, dass Betroffene eine Anlaufstelle in Wohnnähe finden. „Sonst kommen sie nicht regelmäßig“, so Hillmann. Das Gleiche gelte für ambulante Suchtkrankenberatungen, so Rolf Müller von der Beratungsstelle der AWO (Arbeiterwohlfahrt). In Potsdam sei die Situation in dieser Hinsicht noch ungenügend. Doch für eine Verbesserung fehle Personal und Geld. just
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30 Mai 2006 )
 
Auswertung der Potsdamer Suchtkonferenz Drucken E-Mail
Medien+eigeneNews/Fachstelle

MAZ, 12.05.2006  

Engere Kooperation vorgesehen

Ergebnisse der Potsdamer Suchtkonferenz vorgestellt / Hilfering vor Gründung



Suchthilfeeinrichtungen in Potsdam müssen enger kooperieren, das war das zentrale Ergebnis der Potsdamer Suchtkonferenz 2006 mit 50 Suchtexperten, deren Ergebnisse gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Die Arbeitsgruppen zur Suchtkrankenhilfe und zur Selbsthilfe erzielten Einigkeit darüber, dass vor allem die wohnortnahe Hilfe dringend ausgeweitet werden müsse, sagten Rolf Müller, Suchttherapeut von derAmbulanten Beratungs- und Behandlungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (Awo), und Gudrun Hillmann von der freien Selbsthilfegruppe bei der Awo übereinstimmend. Um die Beratungsstellen besser zu vernetzen, soll es in Zukunft Wegweiser mit Auflistungen der Anlaufstellen geben. In Suchtkrankenhilfe und Selbsthilfegruppen sei es zudem notwendig, enger mit professionellen Kräften wie Ärzten und Krankenkassen zusammen zu arbeiten. Außerdem ist geplant, die Anlaufstellen besser zu vernetzen, indem ein Suchthilfering und eine Suchtkoordinationsstelle gegründet werden.

Um Präventionsarbeit in Schulen und Kindertagesstätten in Zukunft kontinuierlich und den spezifischen Problemen entsprechend leisten zu können, ist auch zwischen den Präventionsstellen eine engere Kooperation von Vereinen, Schulsozialarbeit und der AG "Suchtprävention" notwendig, sagte Frank Prinz-Schubert von der Suchtpräventionsstelle "Chill out". Außerdem sollten Eltern stärker in den Mittelpunkt der Arbeit einrücken. S.H.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30 Mai 2006 )
 
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Schülergesundheitstage 2012
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